j.home`s world
 
Montag, 21. Mai 2012
Traumjäger und Goldpfote

Tad Williams 1985
Sonderausgabe im Fischer Verlag 1996
aus dem amerikanischen von Hans J. Schütz
Taschenbuch S.380
ISBN 3-595-13327-0
DM 12.-

In der Welt der Katzen vom Mauertreff Stamm, geschehen unheimliche Dinge. Goldpfote und andere Katzen sind unaufindbar aus dem alten Wald verschwunden. Am regelmässigen Treff, da die alten ihre Weisen singen, den jungen von den Ahnen erzählen, wird daher beschlossen eine Abordnung an den altehrwürdigen Hof zu schicken. Enttäuscht muss jedoch Fritti Traumjäger zur Kenntnis nehmen, dass er übergangen wurde. Da ist aber noch Langstrecker, eine alter Weitspürer, der die Dinge kommen sieht und bemerkt, wie Fritti auch den Entschluss gefasst hat, sich auf die Suche nach Goldpfote zu machen.

So machte sich denn Fritti voller Hoffnung auf die Reise. Auch er ging zuerst an den Hof, um die Königin um Rat zu bitten. So gern wollte er die Rätsel lösen, die ihm gestellt waren. Am Hof lebten die Erstgeher, Abkömmlinge der Urkatzen. Königin Mirmirsor Sonnenfell wusste jedoch keinen Rat. Es blieb Fritti nichts anderes übrig, als weiterzusuchen. Eine Bedrohung hatte sich jedoch indessen in die Welt geschlichen, war spürbar, die die Suche nach Golpfote zuerst einmal in den Hintergrund stellte. Ohne richtige Unterstützung der Erstgeher, machte sich Fritti nun weiter auf die Reise.

Traumjäger bekam nun jedoch Unterstützung einer Fela. Dachschatten schloss sich seiner Mission an. Schon länger mit dabei war Raschkralle, der sich auf den Weg von Traumjäger geschlichen hatte. Mit dabei von der Partie war auch Grillenfänger, wenn er denn nicht gerade von einem irrigen Gedanken in die Weite gescheucht wurde. Zu dritt verliessen sie die Heimat der Erstgeher. Dunkle Wesen mit roten Krallen, vom Bösen missgestaltete Kreaturen drohten währendessen immer wieder aus den Schatten zu brechen.

Ennet der Katzenjaul und nicht fern vom Rattblatt Wald, lebte oder vielmehr gesagt vegetierte eine der Drei Urkatzen, Grizraz Kaltherz. Kaltherz ermordete seinen Bruder Windweiss, lebte fortan in der Tiefe der Erde auf einem Thron fast toter Katzen. Vastnir war sein Name. Sein Reich gründete sich auf Angst und Unterdrückung. Und Kaltherz`s Ziel war klar, eine Herrschaft des Schreckens musste aufgebaut werden.

In diesen Hügel wurden die Gefährten von den Krallenmonstern geschleppt. Dort in den Tiefen waren sie nun zum Graben der Stollen verbannt, wie alle andern unglückseligen Gefangenen. Beinahe gerieten die Gefährten an den Abgrund des Todes. Traumjäger lehrte jedoch ein Gebet, dass Feuertatze, die andere Urkatze als Rächer auf den Plan rief. Feuertatze stürmte nun den verpesteten Hügel, brachte Tod und Verderben unter die Ausgeburten des Bösen. Vastnir stürzte ein, bergrub Grizraz Kaltherz.

Nachdem das katzifizierte Unheil erkannt und besiegt war, machte sich Traumjäger erneut auf die Reise. Einen Hinweis hatte er noch. Gegeben hat ihn Feuertatze. Er solle zu den M`an gehen, den Gestreckten. Dort auf einer Insel in einem Turm, lebte Goldpfote. Als Fritti sie jedoch aufspürte, hatte sie kein Interesse mehr. Das Essen und die Schmeicheleien der Gestreckten hatte sie verändert. Nichts ist ihr mehr an einem Lied oder an einem gemeinsamen Streunen gelegen. Enttäuscht aber entschlossen, dass er weiterhin im alten Wald leben wollte, verliess Traumjäger Goldpfote, machte sich auf in den alten Wald, wo Dachschatten bereits auf ihn wartete.

In gewohnter Erzählmanier, nimmt uns Tad Williams mit auf eine kätzische Abenteuerreise. Und wer Katzen liebt, kommt bestimmt auf seine Rechnung. Die Namen der Katzen sind ideenreich, die vom Bösen missgestalteten gruselig. Auch versteht es Tad, dem Leser Spannung zu vermitteln. Er gibt eine ganze Erklärung ab, über die Herkunft der Katzen. Den Menschen wird ihre eigene Entstehung durch die Katzenwelt zugewiesen. Mystische Traumwelten beleben den Erzählstrang. Wer dieses Buch wie ich in die Hand nimmt, wird es entweder darum tun, weil er Katzen liebt, oder weil er einen Tad Williams einfach lesen muss. Es ist zudem ein Frühwerk, und lässt den späteren Charakter der Werke Tads aufblitzen. So wünsche ich den Lesern den Segen der Katzen: einen guten Tanz! Und Nre`fa-o, auf Wiedersehen.

jh

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