j.home`s world
 
Mittwoch, 6. Juni 2012
Cyberspace

10 Kurzgeschichten von William Gibson
Heyne Verlag München 1994, 8.Auflage
copyright William Gibson 1986
Redaktion Wolfgang Jeschke für diese Ausgabe
aus dem amerikanischen von Reinhard Heinz

Kurzgeschichte Johnny Mnemonic S.38

Er war da im Drome, wo ihn die Kontaktperson schon erwartete. Zur Tarnung nannte sich Johnny Eddie Bax. In einer alten Addidas Tasche führte er zur Sicherheit eine Gun mit. Denn er hatte was zu verkaufen, wollte nicht übers Ohr gehauen werden. Sein Kontaktmann hatte ein Gesicht, gestylt wie ein Popstar, und neben ihm sass ein Bulle von einem Mann. Johnny nannte ihn kurz Beefsteak.

Plötzlich drängte sich eine Frau dazwischen, riss dem Beefsteak mit nanotechnisch veränderten Fingernägeln den Unterarm auf. Molly Million, stellte sie sich darauf vor.
Vorbei an den Magnetic Dog Sisters, stahlen sich Molly und Johnny dann aus dem Lokal.

Johnny Mnemonic war ein technischer Junge, führte auf der Databank idiot basis, die er in sich trug, einige Megabytes Wissen mit sich rum. Auf einem Chip war das Codewort gespeichert, dass jeweils nur der Käufer der Bytes, wusste. Oder man fand ein Squid, einen Supraleitenden Quantum-Interferenz Detektor. Der Cyborg Jones, der in einem Bassin vegetierte, besass so ein Squid, konnte für Johnny und Miss Million den Code knacken.

Irgendwo in Nighttown, einer verdrehten Nachtwelt, da auch die Lo Teks waren, findet Johnny sein neues Zuhause. Johnny, Miss Million und Jones sind nun Freunde, verdienen nun den Unterhalt mit Bytes, die sie den Besitzern entwenden, irgendwo im Space an den Mann bringen, was nicht selten dubiose Gestalten sind. Johnny ist nicht primitiv, er ist technisch, eben Johnny Mnemonic.

Gekonnt verlegt William Gibson den Angelpunkt der Handlung irgendwo in das Nachtleben einer Grossstadt. Dort führt der Weg von drei eigentlichen Loosern in diesselbe Richtung. Miteinander widerstehen sie der Yakuza, bringen es zustande von dem Wissen anderer zu leben. Nicht Maschinen sind es, oder Supermans, die den Faden der Geschichte ziehen, sondern junge, unerfahrende aber technikorientierte Freaks. Und die Technik beschränkt sich längst nicht mehr nur auf tote Gehäuse. Sie ist dem Menschen eingebaut. Virtuelle Welten tun sich auf, die William Gibson in der Vergangenheit für die Zukunft erfunden hat. Nicht umsonst nennt man ihn den Vater des Cyberspace.

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