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Donnerstag, 26. März 2015
hyperion gesänge, anfang und geschichten

die geschichten der hyperionreisenden, interpretiert von joho(eine space opera sage von meister dan simmons)

Prelude oder der Einstieg in die Hyperion Gesänge

Der ehemalige Konsul klimperte ein altes Lied. Die Komposition war ein Überbleibsel Kultur, die ihn an die nicht mehr existierende Erde erinnerte. In die Tasten zu greifen half ihm von seinem Alkoholproblem weg zu kommen. Denn er wollte eigentlich nur vergessen. Vergessen, dass er einmal ein Konsul der Hegemonie auf dem Planeten Hyperion gewesen war. Nun sass er in seiner Vikken EMV, trieb seine Stimmung in die Tasten des Steinway. Mitten in diese emotionale Talfahrt war der Anfruf der Regierungswelt Tau Ceti Center gefallen. Am Apparat war Meina Gladstone gewesen. Unmissverständlich war ihm mitgeteilt worden, dass er gebraucht wurde. Mit sechs andern Pilgern sei er erwählt eine Gesandtschaft nach Hyperion zu bilden. Die Ousters seien auf dem Vormarsch. Ein lange gehütetes Geheimnis sei in Gefahr. Dies müsse mit allen Mitteln verhindert werden. Die Gesandtschaft hätte unverzüglich aufzubrechen. So blieb dem ehemaligen Hegemoniekonsul nicht anderes übrig. Erneut machte er sich auf jene Welt zu betreten, die er nicht gerade in freundlicher Gesinnung verlassen hatte.

Auf Iggdrasil/ die Geschichten

Die Pilger erwachten aus der krionischen Fuge. Der lange Flug nach Hyperion neigte sich dem Ende zu. Captain Het Masteen begrüsste die Pilger auf der Iggdrasil, dem Baumschiff der Tempelritter. Über den Reisenden war schon der Planet Hyperion zu sehen. Bald würden sie als Gemeinschaft den Boden dieser geheimnisvollen Welt betreten. Sie waren von der Kirche des Shrike für diese Mission bestimmt. Keiner von ihnen wusste aber wirklich, warum er auf diese Mission berufen worden war. Der Befehl aus Tau Ceti Center hatte gelautet, die Zeitgräber und das Shrike vor den Ousters zu sichern. Sie waren sieben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, und irgendwie musste also jeder schon etwas über dieses Phänomen wissen. Sie alle hatten schon eine Begegnung mit dem Shrike gehabt. Sie alle hatten etwas zu erzählen. Dieses Wissen musste gebündelt werden. Details über das Wesen des Shrike gesammelt und wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Dies würde vielleicht ihr einzig wirklicher Vorteil vor den Ousters sein. Sie hatten noch reichlich Zeit. Lose wurden gezogen. Immer nach dem Essen erzählte nun einer nach dem andern seine Geschichte. Pater Lenar Hoyt von der katholischen Enklave Pacem machte den Anfang.

die Geschichten von: Pater Hoyt/ Fehdmann Kassad/ Martin Silenius/ Sol Weintraub/ Het Masteen/Brawne Lamia
(link zu den andern geschichten auf jhome.ch)

pater hoyts geschichte, beginnt mit den erlebnissen von paul dure

Genaugenommen war es letztendlich die Umarmung des unberechenbaren Idols, die Paul Dure das Leben kostete. Pater Paul Dure war im Exil gelandet. Er hatte das Exil gewählt, weil ihn sonst die heilige Inquisition von der Enklave Pacem gefegt hätte. Der katholische Priester war dort an Ausgrabungen beteiligt gewesen, die beträchtliche Kunstgegenstände ans Tageslicht gebracht hatten. Dann hatte die katholische Priesterschaft Details gefälscht. Es sollte bekannt werden, dass 3000 Jahre vor dem Wegzug des letzten Menschen von dem alten Planeten Erde, eine christliche Kultur auf Armaghast existiert hätte. Aber eben existiert hätte. Die Kirche manipulierte die gefundenen Kostbarkeiten. Daraus erhoffte sich der Klerus eine Vorrangstellung im galaktischen Miteinander. Die als Glaubensrichtung unter vielen bestehende Kirche, hätte einen wissenschaftlichen Beweis, das der herkömmliche Katholizismus tiefgreifende Wurzeln hat. Dies hatte Paul Dure angeprangert und wählte darauf hin die Verbannung auf Hyperion um dem sicheren Tod zu entgehen. Warum aber der kämpferische Pater diese abgelegene Welt als Ziel der Verbannung gewählt hatte, bleibt ungesagt.

Am Ziel der Reise, nach einem beschwerlichen Weg auf Hyperion, traf der Priester auf die Bikura. Und Paul Dure trug nun ein Zeichen auf der Brust. Dessentwegen hatte er den dümmlichen Stamm mit Fragen gelöchert. Zu nahe hatte er sich an die Geheimnisse der unterentwickelten Menschen herangetastet. Er war ihnen an den Rand der grossen Kluft neben dem Dorf gefolgt. Die Bikura hatten es ihm streng verboten. In den Felsen gehauen befand sich dort ein heiliger Ort. Dort bezogen sie ihr sich ständig erneuerndes Leben. Sie nannten sich die fünf Dutzend und zehn, und jeder trug das angesprochene Zeichen auf der Brust, das -Kruziform- Zeichen. Starb einer von ihnen, trugen sie ihn in die Gruft. Aus dem Kruziform enstand dann neues Leben. Die Bikura waren auf diese Weise dazu verdammt eine Gemeinschaft des Shrike zu sein. Ihr Leben erneuerte sich in der Nähe des unnatürlichen Phänomens. Der Preis dafür war eine gewisse Dümmlichkeit. Denn sie waren eine abgeschlossen lebende Gesellschaft.

Pater Paul Dure war auf beschwerlichem Weg in das von ihm gewählte Exil gelangt. Hatte auf dem Weg durch den Feuerwald seinen Führer verloren. Die Bikura hatten ihn dort aufgegriffen. Er blieb bei ihnen, das geheimnisvolle Zeichen hatte seine Neugier geweckt. Hätte er gewusst, dass es gleichzeitig sein Lebensende bedeutete, er hätte sich nicht so weit vorgewagt. So aber ging er dem Geheimnis der fünf Dutzend und zehn auf den Grund. Wie jeden Nachmittag gingen die Bikura zum Beerensammeln in den Wald. Paul Dure nutzte die Gelegenheit, suchte die Gruft auf. Er begegnete in der tiefe des Felsens dem Shrike. Es musste wohl irgendwie der Ausgangspunkt des Kultes der Bikura sein. Das Shrike umarmte den Pater. Das Zeichen, das Kruziform brannte sich so auf seinen Leib. Vergeblich suchte der Pater dieses unheimliche Zeichen wieder loszuwerden. Versuchte sogar durch den Wald zu fliehen. Schmerzen trieben ihn zurück. Es sorgte dafür, dass der Pater blieb. Bald aber entdeckte der katholische Priester, dass das Kruziform die Eigentümlichkeit besass, ihm von aussen zugefügte Schmerzen zu bekämpfen. Ging er weg vom Dorf des Stammes, meldete sich das Zeichen mit Schmerzen. Fügte er sich Schmerzen zu, war das Zeichen wie ein Schild, ein Schmerzmittel.
Paul Dure fasste einen Plan. Er suchte das nötigste für die Reise zusammen, machte sich auf den Weg zurück. Und die Schmerzen kamen, suchten ihn zur Umkehr zu zwingen. Er unterdrückte den Impuls umzukehren. Im Feuerwald suchte er sich einen Teslabaum. Er hatte noch einige Ableiterstäbe, die er auf dem Herweg durch den Feuerwald benützt hatte. Sie hatten dazu gedient, die Blitze abzuleitenl. Mit den verbliebenen Stäben nagelte er sich an den Teslabaum, hing nun dort wie Jesus am Kreuz. Das Kruziform tat seine Arbeit, kämpfte stellvertretend gegen den Schmerzen. Acht Jahre hing so Pater Paul Dure am Teslabaum.

So fand ihn Pater Hoyt, der auf die Suche nach dem verlorenen Bruder gegangen war. Sterbend und doch lebend. Ein ungeheuerliches Kreuz auf der Brust. Dann fand er das Tagebuch, rekonstruierte die Geschichte von Pater Paul Dure. Wegen der Unglaublichkeit änderte Pater Hoyt das Ende der Geschichte. Sie fand jedoch kein Glauben bei dem Konsul. Pater Hoyt selber hatte irgendwie starke Schmerzen, konnte kaum reden, brauchte Ultramorphium. Ein fremdes Symbol zierte seine Brust. Eine erste Geschichte war angehört. Ein erstes Charakteristikum des Shrike herausgefiltert. Der Kontakt mit dem Ungetüm musste vermieden werden.

joho

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