j.home`s world
 
Montag, 27. Oktober 2003
Wirtschaft
  • Wirtschaft! Die Einen gehen dahin, um etwas Geselligkeit zu erleben, die anderen sind Angehörige derselben und prägen Zwangsweise das Marktgeschehen. Beide nennen sich Wirtschaft.
    Würde man die Wirtschaft fragen, welchem Bereich sie ihren Namen denn gerne geben würde, was würde sie antworten? Indem ich das aber offen lasse, wird der zum denken geneigte Leser die Antwort wohl finden.

Nehmen wir zuerst die Wirtschaft als lokalen Ort geselligen Lebens ins Blickfeld. Der Wirt selber, lebend im Umfeld des grösseren Bruders, ist doch schon ein spezieller Mensch. Er liebt nicht nur das die Kasse klingelt, nein, in seiner Räumlichkeit sollen die Menschen wieder froh werden. Als Künstler der ess- und trinkbaren Materialien ist für ihn die Zufriedenheit des Gastes oberstes Gebot. Er weiss, die Marktwirtschft, also der grössere Bruder, spuckt die Arbeiter massenweise verbraucht und kaputt aus. Das grosse Geschäft macht der Wirt also, wenn die Buden möglichst viele Menschen ins Abseits stellen.

Schauen wir nun aber dem grossen Bruder selbst über die Achsel. Beinahe die ganze Welt gehört ihm. Er ist eines der meist besprochenen Tagesthemen. Rollt der Rubel, klingeln die Kassen; wachsen die Bäuche, schlafen die Massen. Immer weniger Menschen werden aber als wirklicher Profiteur dastehen, denn der grosse Bruder(Grobru) braucht und verbraucht die Menschen. Ackern musste man schon immer. Die Theaterpuppe hat aber mehr Fäden bekommen. Mehr Fäden, um die schwerfällig gewordene Puppe bewegen zu können. Regel um Regel wurde beigefügt, um das menschliche Miteinander zu sichern. Das System wurde also noch ausgeklügelter. Der Geldfluss kennt noch weitere Biegungen. (was bedeutet, das noch mehr Abzocker ihre dreckigen Finger anlegen) Der Arbeiter kann die
Segenstropfen an einer Hand abzählen.
Geschwächt tritt er nun dem Wirt gegenüber. Diesem aber, selbst unter marktwirtschaftliche Zwänge geraten, ist der Saft schon bald nicht mehr in den Knochen.

Zusehr muss auch er finanziell bluten. Kaum kann er sich halten, wie will er also so richtig gastfreundlich sein? Wirtschaft und Wirtschaft! Anstatt dass sich die beiden helfen, indem sie sich gegenseitig gute Kunden liefern resp. Arbeiter, gehen sie sich gegenseitig ausnützend den Weg.

Wie das Leben manchmal so spielt, kam es aber ein paar Weintropfen später zum Zusammenschluss. Ein paar Flaschen haben gereicht alte Widerstände auszuschütten. Ihre Seelen haben sich gefunden. Sich um die Schulter haltend, feiern sie die Geburt einer frischen Stunde, denn aus 2 wurde 1. Als Leidensgenossen vergrössern sie jetzt aber vor allem mal gemeinsam den Jammerberg. Die Entzündung des beim getrunkenen Wein geborenen Gedankens fand noch nicht statt.
Hat diese Fusion nicht schwächen? Ist das Kerngeschäft des Einen nicht der Tod des Andern? Die Geselligkeit hemmt die Arbeit, die Arbeit behindert die Fröhlichkeit. Hat die Arbeiterspezies kein Geld mehr zur Verfügung, ist das für den Wirt nicht zum weinen? Lasst uns also arbeiten und fröhlich sein. Jeder wirtschaftet doch auf seine Weise. Oder!

j.home@jesusfreaks.ch

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