j.home`s world
 
Montag, 27. Oktober 2003
Tod
  • In anbetracht der häufigen Selbstmorde junger Menschen und der Vergänglichkeit des Lebens an und für sich, lohnt es sich darüber nachzudenken, welche Realitäten der Tod im Schlepptau hat. So hoffe ich, manchen in jungen Jahren schon lebensmüden, vom letzten Schritt, den das Leben bietet, abzuhalten.

Bringt der Tod überhaupt das, was sich lebensmüde Menschen erhoffen? Kann der Tod die in ihn gesteckte Erwartung erfüllen?

Die körperlichen Leiden haben dann natürlich aufgehört. Das Endliche ist dem Unendlichen gewichen. Atmosphäre wird nicht mehr als weit weg verstanden, wir sind teil derselben geworden. Sind wir zudem christusgläubig, empfangen wir das Erbteil, das Gott versprochen hat, denn ihre Erlösung ist eine vollkommene.

Neueste pseudogeistliche Kulturtrends wie Halloween oder Harry Potter jedoch, die man ruhig als Quersumme des modernen Aberglaubens
betrachten darf, verklickern uns Verständtnisse
vom Leben, die einen Heilsweg ausschliessen und soviele religöse Alternativen offen lassen, wie der Sammelbegriff Esoterik zu halten vermag.

Unser Leib ist aber auch nicht dazu bestimmt, in die ewigen Jagdründe einzugehen. Dorthin geht die Seele, der Geist. Also fragt sich zuersteinmal, welche Schmerzen denn so unerträglich sind, um hier auf Erden dem Leben ein Ende zu setzen, die körperlichen, seelischen(seeligen) oder die geistigen. Sind es die seelischen oder die geistigen Wunden, die die Selbsttötung einleiteten, so frage ich mich, wie es im Jenseits nun um diese beiden steht. Im dieseits konnten sie ihre Signale in den Körper senden.
Und der Körper empfand den Schmerz der Seele. Im Jenseits warten die verschiedenen Konstrukte der jeweiligen Gottes- bezw. Glaubensauffassung auf uns. Es ist durchaus möglich, das die nichtgeläuterte Seele vom Regen in die Traufe kommt. Wohin sendet nun aber die Seele ihren Schmerz? In einen geistigen Leib? Konnte sie ihn auf Erden lassen, oder hat sie ihn mitgenommen? Schliesslich aber ist die Schmerzfrage nur der kleinere Teil des Ganzen.

Das Ganze besteht weiterhin aus religiösen Fragen, an deren Lösung eine ganze Menscheit interessiert ist. Die Auflösung dieses Fragenkomplexes erfolgt also auch nicht innerhalb der nächsten Minute.
Philosophische Texte haben es an sich, nicht letzte Antworten zu geben sondern anzuregen, eigene logisch verknüpfte Netze zu spinnen um dadurch Antworten zu finden.

Wenn wir nicht sicher sind, was nach dem Tod abgeht, sollten wir ihn auch nicht suchen. Eine Portion Respekt vor dem Leben und vor dem Tod kann nicht schaden. Schliesslich kann es im Leben sein, wie in der Geschichte vom verborgenen Schatz.

Ein Mann suchte danach und fand ihn endlich. Nun verkaufte er alles was er hatte und widmete sein Leben fortan dem Schatz. Es erfüllte den Mann mit enormer Freude, sich mit nichts als dem Schatz zu beschäftigen. Solche Perlen bietet das Leben, solche Perlen bereichern das Leben. Es ist irgendwie die Lebensaufgabe eines jeden Menschen sie zu finden.
May God bless us all!

j.home@jesusfreaks.ch

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