j.home`s world
 
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Donnerstag, 12. Mai 2016
drachenbein thron- eine bewertung

blugunkel bewertet drachenbeinthron

Als Tad Williams beschloss Autor zu werden, wird er sich wohl nicht nach den Regeln erkundet haben. Er hat gejobbt, er war Journalist, er war Musiker. Mit nunmehr 10 Millionen verkaufter Bücher weltweit darf der gebürtige Kalifornier sich Superstar nennen. Mit dem Genre übergreifenden Fantasy/Fiction Werk Otherland hat er zudem zwei Preise eingeheimst. Mit der High Fantasy Saga „das Geheimnis der grossen Schwerter“ den ersten grossen Wurf getan.

Mit Band eins, der Drachenbeinthron, fährt Tad gleich gross auf. Es sind vor allem anderen drei grosse Hauptmerkmale die ein High Fantasy Werk vermerken muss. Ein eigenes Land, eine eigene Sprache und Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Daneben sind dann Völker mit verschiedenen Kulturen und Glaubensansichten. Osten Ard ist das Land von mehreren Völkern und Sprachen. Es tummeln sich darin religiöse Menschen, unsterbliche Wesen und Heiden. Es mag vielleicht eine Schwäche sein. Zu leicht sieht man die Ähnlichkeit mit dem Christentum. Der thematische Aufbau folgt grundsätzlich dem Weg Simons , des Hauptprotagonisten. Daneben zieht der Autor aber auch Nebenschauplätze in die Geschichte. Auch dies mag eine Schwäche bedeuten, denn man könnte die Story kürzer erzählen. Andererseits ist doch gerade dies die Superlative. Über Tausend Seiten mit Simon durch den Blätterwald schleichen, ist Genuss pur. Schliesslich muss Osten Ard gemeinsam von einer grossen Bedrängnis befreit werden. Ein übler Priester besorgt dem Leser die unheimlichen Momente. Nichts hat der Autor ausser acht gelassen. So haben die Schwerter Namen und Geschichte, bedeutendes wird durch schwache Menschen wie du und ich vollbracht und natürlich, das Gute muss siegen. Simon der Küchenjunge steigt auf zu Simon, der mit einem Drachen gekämpft hat.

Eine ganz besondere Stärke des Autors hätte ich beinahe vergessen. Dies sind Wort- und Satzschöpfungen aus des Fantasy Meisters Feder. Es ist vielleicht nicht gerade eine Besonderheit oder Stärke, die einen High Fantasy Roman kennzeichnen soll. Aber durchaus eine Stilform innerhalb dieses Genres. So kennt der erste Grosserfolg von Tad Williams keine Gewaltverherllichung in Wort und Sprache. Es werden nicht die Bäuche aufgeschlitzt und auch nicht Glieder abgetrennt. Kampf- und Schlachtszenen werden nicht um ihrer selbswillen dargestellt. Sie sind auf dem Weg Simons die logische Folge des Freiheitskampfes. Dasselbe gilt für sexistische Elemente. Auch sie fehlen gänzlich in Tads Frühwerk. Die Sithi laufen zwar in ihrem geheimen Garten ziemlich gewandlos rum, stehen da aber literarisch auch nicht als Hauptdarsteller in der Landschaft. Der Einsteiger in eine High Fantasy Geschichte hat also auch hier die Wahl. Es gibt beide Darstellungsformen. Autoren die Sex und Gewalt so auch peinlich genau definieren, und Autoren, die nicht darüber hinwegsehen, aber da auch keinen Schwerpunkt setzen. Dies sei darum gesagt, weil nicht jeder mit einer guten Geschichte auch Gewalt und Erotik verpasst bekommen mag. Tad Williams sein Buch ist aber auch kein expliziter Jugendroman. Die Geschichte greift tief durch geheimnisvollen Personen und Zusammenhänge.

Fehlen darf in einem High Fantasy Roman schliesslich als Zugabe auch nicht die Karte und das Glossar.
Und ja, natürlich musst du das Buch kaufen. Denn, in der weiten Welt der Literatur ist die Phantastik zwar nur eine unterhaltsame Nebennische. Hat man aber endlich genug von einem sozialkritischen Belletristik Wälzer, empfiehlt sich mal bei einer gut erzählten Geschichte abzuschalten. Es muss nicht immer gedeutet werden. Eine Geschichte darf auch mal für sich stehen. Was ein High Fantasy Schmöker sicher auszeichnet.

jh

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Mittwoch, 16. Dezember 2015
inseln im netz

Inseln im Netz Bruce Sterling
Interpretiert von jh

Ein beinahe dreissig jähriges Dokument wirft ein seherisches Licht auf das Jahr 2020. In einer Zeit, da lediglich Militärs und einige Behörden Zugang zu neuester Kommunikationsform haben, spricht diese Schrift von einer revolutionären Wendung der Dinge. Supermächte sind ebenso Geschichte wie grosse Waffenlager und patriarchalische Regierungsformen. Der Wiener Convention verpflichtet, sind alle zu einem friedlichen Miteinander aufgerufen. Computertechnik hat längst ein globales Datennetz ermöglicht. Industriemultis, die Global Players, haben das Sagen. Land, Leute und Gesellschaft haben sich zu einer grossen Datengemeinde entwickelt. Freigeister, Anarchisten und Datenpiraten sammeln sich auf Inseln im Netz. Mittendrin war die Familie Webster, die in Galveston, auf der Isla Malhadado ein Ferienheim für den Multi Rizome eröffnete.
Nun hatte Rizome eine glückliche Hand gehabt, indem sie Vertreter der im Netz entstandenen Oasen an einen Tisch gebracht hatte. Ihr Antritt war aber auch nicht völlig uneigenützig gewesen. Denn ständig wachsende Oasen würden bald eine Bedrohung sein.-

Als eine Drohne auf das Ferienhaus abgeschossen wurde, sahen die Websters, Gesellschafter des Multis Rizome zentrale Werte der neuen Weltordnung in Gefahr. Schon seit einiger Zeit herrschte in ihrem Betrieb ein neues Klima. Arbeit als solches war abgeschafft, es gab nur etwas zu erledigen. Der Chefposten war gestrichen, aufgelöst in einem Zentralausschuss. Ämter wurden durch Wahlen besetzt, Sitzungen durch Händehalten und Singen der Rizomehymne begangen. Unter den Fachkräften war deshalb ein Run nach einer Stellung in einm möglichst elitären Multiunternehmen ausgebrochen. Bei Rizome aber hatten sie ein neues Wort, sie waren Demokraten, Wirtschaftsdemokraten. Laura und David hatten begriffen um was es ging. Länder, die sich nicht der Wiener Convention anschlossen, waren ein Hort für jedweden Freigeist geworden.

Und nun war ein Anschlag auf ihr Heim verübt worden. Winston Stubbs, ein Vertreter der Datenoase in Grenada wurde vor ihren Augen ermordet. Laura und David entschlossen sich als freie Gesellschafter, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie glaubten tief an die Vermittlerrolle Rizomes und reisten nach Grenada. Durch den Kontakt zu einigen High-Tech Wissenschaftlern und Revolutionären kamen sie zur Überzeugung, dass ein verborgener Krieg von grösserem Ausmass im Gange sei. Dies bestätigte der bald darauf einsetztende Drohnenbeschuss auf Grenada. Landflucht setzte ein, der sich auch Laura und David anschlossen. Zurück in ihrem Heim beriefen sie den Zentralausschuss. Rizome war weiterhin entschlossen den Dingen auf den Grund zu gehen. Ein Bote sollte in eine nächste Datenoase, Singapor, geschickt werden. David zog sich nun aber zurück. Er wollte einfach nur die Familie schützen. So fällte Laura eine einsame Entscheidung.

Auch wenn einige sie eine Wohlstands Yankeepuppe nannten, Laura glaubte an die friedlichen Absichten ihrer Mission. Und an das endgültige Ausrotten der Waffenlager, die anscheinend irgendwo auf der Welt einer Armee immer noch Handlungsspielraum gab. Laura nahm Abschied von ihrer Familie und flog auf eigene Rechnung nach Singapor. Immer tiefer geriet sie in die Fänge anarchistischer Kräfte abseits der normalen Ordnung. Sie begegnet fortan geheimnisvollen Menschen, wird zu mysteriösen Adressen gerufen wie der Bencoolen Street und gerät schliesslich in Afrika zwischen die Rivalitäten von verfeindeten Gruppen. Bei der Suche nach Antworten gerät sie in Gefangenschaft. Als sie wieder freikommt nimmt ihr Leben eine Wende. Sie beginnt die Öffentlichkeit über ihre Erlebnisse zu orientieren und wird eine bekannte Person. In dem freien Menschen Jonatan Gresham hatte sie zu dem eine neue Liebe gefunden. Die Wiener Convention versucht ihre eigene Darstellung zu verbreiten. Doch Laura weiss, was sie gesehen und erlebt hat. Diese Wahrheit wird sie auch verbreiten.

joho

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Donnerstag, 25. Juni 2015
william morris und die quelle am ende der welt

interpretiert von jh alias blogunkel

Es war einmal ein König von einem kleinen Land. Sein Name war Peter und er regierte ein Volk von Freisassen und Kaufleuten. König Peter hatte vier Söhne, von dessem jüngstem die Geschichte gleich handeln wird. Es gelüstete die jungen Prinzen nach Abenteuer. In Streitereien in fernen Landen wollte ein junges Herz Ritterlichkeit zeigen. Unterweisung in fernen Gefilden erhalten. An einem milden Sommertag beorderte König Peter seine vier Söhne an das Wegkreuz nahe beim Schloss. Daselbst liess er sie, die sie mit Namen hiessen, Blaise, Hugh, Gregory und Ralph, Lose ziehen. Denn so sprach ihr Vater, der König, zieht aus in ferne Lande, aber einer müsse bleiben. Als Trost der lieben Mutter und Erbe des Thrones. Der Zufall spielte seine Karte, wählte Ralph zum Beschützer von Vaters Landen. Frohgemut zogen Blaise, Hugh und Gregory von dannen. Aber Ralph musste bleiben, bitter enttäuscht, denn in seinem Herzen brannte es heiss. Ein Traum beflügelte seine Gedanken, eine Sehnsucht verzerrte seinen Sinn. Von nämlicher Stunde an war dem jungen Ritter die heimische Ruhe eine Qual. Während die milden Sommertage sich allmählich in frostigere Stunden verwandelten, fällte der junge Ralph eine Entscheidung. Ob gut oder schlecht, ein glückliches oder trauriges Ende, die Bewertung mag nur die Geschichte geben, die handelt von dem jungen Ritter, der einem Traum Vorzug vor heimischer Stellung gab.

Von der Anhöhe überblickte Ralph mit scharfem Blick die Truppen des Feindes. Viele mächtige Freunde waren um ihn versammelt, die er sich auf dem langen Weg erworben. Die Schäfer aus dem Weideland, freie Burschen, leicht bewehrt, mit denen er einst Brot und Wein geteilt, und die ihm auf dem Bärenschloss die Treue zusicherten. Die Helden des trockenen Baumes, die ihn einst aus den Fängen der Herren der Burg der vier Flüsse befreiten. Im Unheilwald hatte er zwei ihrer Ritter erschlagen, als sie eine Frau in Gefangenschaft fortschleppen wollten. Diese Frau war vielmehr als er damals wusste und er verliebte sich. Einer der Helden die mit ihm auf der Anhöhe standen war Roger der Seiler. Ein Mann, der dem Kampf für Freiheit und Recht mit Leib und Seele verschrieben war. Dann waren da die Menschen aus dem Städtchen Wulstead, das an des Vaters Königreich grenzte. Dort wohnten auch seine Paten, Clemens und Katharina. Als er wider die Anordnung auszog, hatten sie es ihm nicht gewehrt. Weiter war da noch der Weise aus Swevenham, der ihn aus einem alten Buch gelehrt hatte. In einem Tal über dem Dickichtwald nahe der Mauer der Welt, war er damals mit seinen Gefährten auf die Klause gestossen. Auch dabei war sein Bruder Hugh. Er war nun Ritter des Klosters von Higham am Way. Und wer war ihr Anführer? Dies war der grosse Ralph von Wiesengrund. Sucher und Finder der Quelle. Heimgekehrt von seiner Queste. Ausgerissen trotz gegensätzlicher Anordnung. Dabei seine Liebste. Nicht jene die er auch geliebt, eine andere. Dies ist eine lange Geschichte. Ursula aus dem Unheilwald, ihrerseits einst Schenktochter in Bourten Abbas.

So stand also Ralph als Anführer einer gerüsteten Schar auf jener Höhe, überblickte Feind, Burg und Heimat. Ausgezogen einst bei Nacht und Nebel, als das Los gegen ihn gesprochen hatte. Am Ende der Welt hatte der junge Königsohn endlich gefunden, wonach ihn gelüstete. Ralph trank. Das Wasser hatte verjüngende Wirkung. Als glänzende Erscheinung kehrt er zurück, vertreibt das fremde Kriegsheer aus Wiesengrund. So endet die Geschichte. Von den vier Söhnen bleiben zwei und Ralph der seinem Traum folgte wird zum neuen König.

Viel gäbe es noch zu erzählen, was ja aber auch in Morris Softax zu lesen ist. Es ist wohl der Mittelpunkt die Suche nach dem magischen Etwas, dem kraftbringenden Gegenstand. Ralph ist der glückliche Finder. Es ist die Vollendung seiner ritterlichen Ideale. Witwen und Weisen zu beschützen, durch das Abenteuer zu reifen, und schlussendlich für sich eine Frau zu finden. Der Ausgangspunkt ist die Umgehung der väterlichen Anordnung. Der Wegzug von zu Hause ohne Beglaubigung. So enthält Morris` Werk ziemlich alles was ein mittelalterliches Fantasyepos vorweisen muss. Ritterliche Zweikämpfe, romantische Verklärung der Liebe, ritterlicher Adelsschlag und Ethik, eine magische Quelle. Die Geschichte ist eine Suche nach Übernatürlichem, nach einer verborgenen Quelle, die dem Finder einen Vorteil verschaft. Ralph nutzt sie zum Wohl seiner Heimat. Beschert seinem Volk eine neue Zeit des Friedens.

joho

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Donnerstag, 11. Juni 2015
mays durch die wüste comic

geschichte eins des zehnten bandes der wild west extra serie im gevacur verlag, interpretiert von joho

In drückender Stille ritten Halef und sein Sidhi durch die Wüste einem fernen Ziel entgegen. Erste Mühen des abenteuerlichen Ritts waren bezwungen. Eine feste Vorfreude war in ihren Herzen. Land und Leute verhiessen jede Menge Abenteuer. In den ruhigen Stunden des einsamen Weges hatte ein Thema die Gespräche zwischen Diener und Herr zu prägen begonnen. Halef bemühte sich aus seinem Sidhi einen Rechtgläubigen zu machen. In seinen Augen war Kara ben Nemsi ein stinkender Giaur, der sich wie eine Ratte von faulem ernährt. Halefs Sidhi war aber mehr als ein Herr, er war auch Halefs Freund, wie ein Bruder. Kara ben Nemsi hatte es verdient auf den rechten Glauben aufmerksam gemacht zu werden. Seinen Sohn würde er schliesslich einst nach seinem Herrn benennen. In seiner freundlichen aber bestimmten Art, hatte ihn der Nemsi zum schweigen gebracht. Halef nannte sich Hadschi, obwohl er die Tore der heiligen Stadt nicht einmal von ferne gesehen hatte. So erfuhr die ruhm- und redselige, mit heiligem Eifer gespickte Weise des kleinen Wüstenbewohners einen ersten wohlverdienten Dämpfer.

Sie erreichten schliesslich das Dorf Kris. Die Kraft der Sonne hatte nachgelassen, als sie von den Pferden stiegen. Sadek, ein alter bekannter wohnte hier, den sie als Führer über den Salzsee brauchten. Unterwegs hatten sie einem räuberischen Duo Diebesgut abgenommen, verfolgten die Fährte nach den Kufra-Oasen. Mit Sadek als Führer konnte ihnen der gefürchtete See nichts anhaben. Mitten auf dem Schott peitschte ein Schuss, warf Sadek in den Salzsumpf. Halef und der Nemsi waren wieder auf sich alleine angewiesen, konnten aber fürs erste nichts tun als warten.

Etliche Zeit war vergangen, als in der Ferne ein Reiter auftachte. Omar, Sadeks Sohn, kehrte von einer Mission zurück. Die beiden Freunde unterrichteten ihn vom Tod des Vaters. Sofort nahm er mit Halef und dem Sidhi die Verfolgung auf, führte sie auf sicherem Pfad aus dem Sumpf. Die Legitimationen des Effendis hatten es beinahe möglich gemacht, den Verbrecher, dessen Spur nach Kbilli geführt hatte, dingfest zu machen. Das Zögern des Wekils und die Menschenliebe Karas verschaften dem Mörder jedoch Zeit zur Flucht. Omar, der Blutrache verschworen, nahm alleine die Verfolgung auf.

Schweren Herzens liessen der Nemsi und sein Diener ihren Freund ziehen. Sie zogen weiter ihrem fernen Ziel in Ägypten entgegen. Eine nicht zählbare Zahl an Abenteuern wartete in Folge auf die zwei Wüstenreisenden. Der beinahe geschnappte Übeltäter gehörte einer berüchtigten Bande an. Den Anführer riefen sie Schut, den Gelben. Die Untaten dieser Bande sollte genug Stoff für zig Seiten liefern. Zunächst befreiten Halef und sein deutscher Freund jedoch Senitza aus den gierigen Händen Abrahim Mamurs.

Denn dies ist der legendäre Ritt Mays durch die Wüste, der sagenumwobene Pirsch durch die dem Morgen zugewandten Länder. Dies ist die Dämmerung eines neuen Morgens aus der Feder des abenteuerfiction Autors May.

joho

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Dienstag, 12. Mai 2015
die jägerschenke

die jägerschenke von dave duncan interpretiert von joho

Gewitterartige Wolken zogen sich über dem Grimmgebirge zusammen. Eine Gruppe Handelsreisende war auf dem Weg in den warmen Süden. Um sicher über den Pass zu kommen, hatte sich auch Omar, der Geschichtenhändler, den Kaufleuten angeschlossen. In einer Schenke hatte er die Zeche geprellt, den Hund erschlagen, musste fliehen. Die Gruppe Reisender kam gut voran. Der beschwerliche Weg würde sie in die Weinländer des Südens bringen. Es wurde gelacht, fröhlich manche Rede geteilt. Als eine Bande von Räubern die Handelsreisenden überfällt, muss Omar als einziger Überlebender die Reise abbrechen. Das Gewitter hatte das Gebirge bereits mit dickem Nebel belegt. Es blieb dem Geschichtenhändler keine Wahl. Er musste eine Bleibe suchen. Einige Zeit schon hatte Omar sich nun durch die eisige Kälte gekämpft. Endlich sah er ein Licht. Hoffnungsvoll klopfte er an die Tür. Der Schlag wollte ihn treffen, als er bemerkte wo er war. Blut gefror in seinen Adern. Ein bekannter Schankraum trat seinem Blick entgegen. Sein Fuss überschritt die Schwelle zur Jägerschenke.

Nun also, Omar hatte Schutz vor dem Gewitter endlich gefunden. Das Dumme, er war just in jener Schenke gelandet, in dem er den Hund des Wirtes erschlagen. Die Anwesenden Gäste bewahren Omar fürs erste vor Vergeltung. Verlangen aber eine Geschichte. Zu der sie aber gleich auch die Bedingungen stellen. Omar muss die Geschichten der Anwesenden übertreffen bis die Nacht vorbei ist. Schafft er es die Zuhörenden zu begeistern, will Fritz der Wirt auf seine Rache verzichten. Die Anwesenden sind Gwill der Barde, ein Soldat, Marla die Schauspielerin, eine Zofe und eine Dame und ein Rechtspfleger.

Es eröffnet den Erzählwettstreit Gwill der Barde, Sohn des Gwill. Er erzählt die Geschichte vom Land zwischen den Meeren. Den mächtigen Häusernn und ihren Göttern. Ein Reiterheer aus dem Norden übernimmt die Herrschaft, als die Häuser schwächeln. Bei einigen tüchtigen Schlucken Bier beginnt Wahrheit und Dichtung zu verfliessen. Nach fünfzig Jahren Fremdherrschaft beginnt die Frage nach der wahren Herrschaftsfolge.
Die Anwesenden versuchen sich ins rechte Licht zu rücken. Omar gelingt es immer wieder die Geschehnisse mit erstaunlichen Details zu relativieren. Schliesslich nimmt die Erzählerei ein ungewohntes Ende. Fritz der Wirt hat eine spektakuläre Vergangenheit. Als sich ein HausGott zu ihm stellt, machte er sich auf ein neues Leben gefasst. Der Zorn über Omar ist weg, denn er hat die Fäden der verschiedenen Geschichten am richtigen Ende zusammengeführt.

joho

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