j.home`s world
 
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Mittwoch, 15. Mai 2013
douglas adams spricht über den anhalter
per anhalter durch die galaxis

Zehn Millionen Jahre brauchten Computer und Computermatrix um die letzte aller grossen Fragen kompetent zu beantworten. Versammelte Philosophen stritten sich mit den Ingenieuren, die den Auftrag bekommen hatten eine Antwort zu finden, ob das nicht eher ihre Aufgabe wäre. Denn Deep Thought sollte nichts anderes als die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest beantworten. Als der Rechner endlich eine Antwort ausspuckte, zuckten Ingenieure und Philosophen gleichermassen zurück. --- Es war eine Zahl, und Deep Thought kommentierte, um genauere Auskunft zu kriegen, müsse die Frage richtig gestellt werden. Und das könne nur die Computermatrix Erde. Die Vogonen hatten aber gerade vor fünf Minuten die Erde weggesprengt. Sie musste lediglich einer Weltraumumfahrungstrasse weichen. Letzter Überlebender? Arthur Dent, gerettet von Ford Prefect dem Anhalter durch die Galaxis.


Mit der geenterten Herz aus Gold rasten Zaphod Beeblebrox und seine neuen Freunde mit unendlichem Unwahrscheinlichkeitsdrive durch den Pferdekopfnebel nach Magrathea. Irgendwo im Universum hatte Beeblebrox die Anhalter Dent und Ford aufgegriffen. Und natürlich hatte Ford sein Handtuch dabei, das bei Dent allerdings noch fehlte, da er ja ein Neuling war in der Anhalterbranche. Begegnet waren sie sich auf der Erde, kurz bevor die Vogonen dem Rat des galaktischen Hyperraumkommandos nachgekommen waren, und die Erde beseitigt hatten. Eine Strasse war geplant. Die Erdlinge hätten es verpasst, die Pläne einzusehen, die nur vier Lichtjahre entfernt auf Alpha Centauri vorgelegen hätten. Arthur hatte Glück. Als der Reiseschriftsteller Ford auftauchte, lotste er Dent fort von der Erde.Später dann würde Ford seine Recherchen auf der Erde mit den Worten ausdrücken:" Gröstenteils harmlos," was dann in einem Reiseführer veröffentlicht würde. Zunächst aber erhielten sie durch die Köche der Vogonen Zutritt zur Bauflotte. Da aber die Vogonen Anhalter nicht gerade liebten, fanden sich die zwei schon bald im Raum wieder. Nur dreissig Sekunden verblieben zu leben. Sie wären also gestorben, hätte der Liebe Zaphod nicht mal eben Halt gemacht. Zaphod, der mal Präsident des galaktischen Universums gewesen, und nun als Abenteurer mit der Herz aus Gold mit unendlichem Wahrscheinlichkeitsdrive nach Magrathea unterwegs war. Dort hoffte Beeblebrox einen Schatz zu finden.

Die Aussicht auf Reichtum verlor sich bald in leerer Hoffnung. Sie trafen Slartibartfass, der ihnen einiges über die Zusammenhänge in der Galaxis erklärte. Die Menschen, begann er, seien nur die Drittgescheitesten, gerade nach den Delphinen und den Mäusen. Ford und seinesgleichen seien zwar Froods, obercoole Typen, aber wirklich intelligent seien die Mäuse. Schon vor langer Zeit hatten sie die Menschen in vielen Versuchen an der Nase herumgeführt. Die Mäuse waren es, die den Planetenbauern auf Magrathea den Auftrag gaben, die Computermatrix Erde zu bauen. Sie sollte nach zweieinhalb Millionen Jahren der von Deep Thought ausgespuckten Zahl, nämlich zweiundvierzig, einen Sinn geben. Den Menschen ermöglichen die richtige Frage zu stellen. Die von der Evolution vernachlässigten Vogonen hatten aber den Mäusen in die Suppe gespuckt. Der Planet Erde war Geschichte. Die richtige Fragestellung in weite Ferne gerückt. Dent und eine Frau Namens Trillian, die Beeblebrox bei einem Besuch auf der Erde von einer Fasnachtsparty weggelockt hatte, die einzigen Überlebenden. Die Mäuse meinten, es gäbe die Möglichkeit Dents Hirn zu scannen. Es müsse aber rausgeholt, in Scheiben geschnitten, und präpariert werden. Die Mäuse boten Dent eine gigantische Summe und ein Elektronengehirn als Ersatz.

Dent kam dann zur Überzeugung, das Flucht das beste wäre. Zusammen stürmmten sie trotz Feuer aus gegnerischen Zap-O-Matics aus dem Innern von Magrathea. Die Mäuse waren nun in der Klemme. Da sie das Menschenhirn nicht scannen konnten, brauchten sie dringend eine Ersatzfrage, um bei ihrem Volk nicht in Misskredit zu geraten. Ford, Dent und Brox konnten entkommen, waren bereit für neue Abenteuer.

Einem Leser des Anhalters durch die Galaxis, (was ja ein Reiseführer ist), würde ich Anraten, die Seiten über die Erde nicht aufzuschlagen. Dort stünden ja doch nur zwei Worte. Weiterhin würde ich anraten, das Handbuch über ferne Planeten zu durchforsten. Findet er keine, so trinke er einige pangalaktische Donnergurgler, und wische sich mit dem Handtuch den Mund. Denn dann hätter er verstanden was ein Frood ist. Nämlich einer der das Handtuch auch anzuwenden weiss (und immer dabei hat), trotzdem er nicht durch die Galaxis anhaltet.

jh

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Dienstag, 14. Mai 2013
asimovs lunatico aufgeteilt in terra para luna
jetziger teil:

Luna

Ben war also nach seinen Misserfolgen auf den Mond immigriert. Seine Karriere als Strahlungschemiker war im Sande verlaufen. Einen wesentlichen Anteil hatte Hallam, dessen Ehrgeiz conträre Kollegen aus dem Weg wischte. Ben hatte versucht, die zerstörerische Wirkung der Elektronenpumpe auf die Sonne zu verdeutlichen. Nun, Jahre später, versuchte Ben auf dem Mond ein neues Leben zu starten. Mit einem Touristikflug nach dem Erdtrabanten geflogen, hatte er ersteinmal auch die normale lunare Sightseeingtour mitgemacht. Allerdings würde Ben nicht mehr zurückkehren. Er würde in Entfernung von der Erde bleiben und weiterhin die Welt auf den entscheidenden Mängel der Pumpe hinweisen. Selene, die Touristikführerin, war ihm dabei behilflich. Führte Ben herum, zeigte ihm die Besonderheiten eines Lebens im lunaren Untergrund. Zusammen unternahmen sie, immer gut verpakt, Ausflüge auf die Mondoberfläche. So lernte Selene auch den Konflikt kennen, den Ben umtrieb. Erhaschte ein bischen von dem was auf die Erde zukommen könnte. Selene hatte aber auch eine Gabe, denn sie war das Produkt eines nun verbotenen Genprojekts. Waren die Zusammenhänge auch noch so verworren, intuitiv erspürte Selene Lösungen. Und so konnte sie nun auch Ben helfen. Zusammen erfanden sie einen Apparat, Kosmei genannt, der genau das Gegenteil der Pumpe bewirkte. Würde er funktionieren, blieben die kosmischen Gesetze unverändert.

Es war die lunare Gemeinschaft der Wissenschaftler, die nun dieses Projekt bekämpfte. Denn zu lange schon lebten sie in Abhängigkeit der grossen Kugel über ihnen. Allen voran hatte Barron, ein ehemaliger Freund Selenes, erhebliches Interesse an der neuen Erfindung. Mit Hilfe seiner erzeugten Energie wollte er den Mond in unwiederbringliche Ferne von der Erde rücken. Die Abhängigkeit von der Erde wäre vom Tisch. Den Kampf um den Einsatz der neuen Pumpe ging für Barron verloren. Erfreut über die Botschaft vom Mond, hatte Hallam nachgegeben. Zugegeben, dass der Plan ja auch nicht von ihm stammte. Spielte jetzt auch keine Rolle mehr, da ja ein Abschalten nicht mehr in Frage kam.

Bleibt noch zu überlegen, auf welcher Welt denn nun Asimov am liebsten leben würde. Auf der Erde? Unter Wissenschaftlern, die das Ellbogenprinzip vor die Gültigkeit einer Wahrheit zu stellen gedachten? Im Parauniversum, da Asimov zur Genüge die Verbindung dreier Wesen austesten könnte? Sich mit Dua dem Gefühlsling über die Borniertheit der Triade nerven? Oder auf dem Mond, da er schon in Beinahepension in aller Ruhe alle seine unbewiesenen Thesen in Angriff nehmen könnte? Oder vielleicht war Asimov ja selber jener erfolgverwöhnte Superstar, an dessen Schale man sich die Finger wund kratzte.

jh

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Mittwoch, 8. Mai 2013
asimovs lunatico aufgeteilt in terra para und luna
jetziger teil: para


Estwald und Losten überwachten das Wachstum jeder Triade. Von den Wesen im Parauniversum waren die Hartlinge am meisten verdichtet. Ein Linksling musste darum immer aufpassen, dass er einem Hartling nicht zu Nahe kam, um dessen Gefüge nicht durcheinander zu bringen. Ausser den Hartlingen und den Linkslingen gab es noch die Rechtslinge und die Mittlinge. Dua war ein Mittling und gehörte zur Triade von Odeen dem Linksling, und Tritt, dem Rechtsling. Die Triade hatte darüber gewacht, dass Dua nicht irgendeine Triade wählte. Denn Dua war einmal Kleinmittling von Losten gewesen, dem Hartling. Jeder hatte sein eigenes Betätigungsgebiet, dass sie streng getrennt hielten. So war ein Rechtsling für die Erziehung der Kinder verantwortlich und wurde darum auch Elterling genannt. Ein Linksling dagegen war ein Schüler der Hartlinge, darum auch ein Denkling. Etwas schwieriger gestaltete es sich bei den Mittlingen. Sie waren weder rechts noch links, sondern Gefühlslinge. Dua der Gefühlsling hatte die Aufgabe, die Vereinigung seines Rechts und Linksling mit Gefühlen zu beschenken. Darum musste er auch immer darauf achten, dass er genug Sonne tankte. Energie laden war sein Programm. Und so wünschten sich Odeen und Tritt zu den vorhandenen Kindern noch ein Mittlingskind. Dazu aber brauchte Dua besonders viel Energie. Diese Kraft zu spenden war Dua nicht bereit. Alles müsste sie aufgeben um dies ihrer Triade zu ermöglichen. Dua wurde eben nicht umsonst auch Links G gerufen. Sie war eben ein Mittling mit denkerischen Interessen. Keinesfalls wollte sie, wie es die Regel besagte, ihr Leben für die Triade opfern, die Kraft spenden und dann weiterziehen. Sie wollte einfach nur ein Links G sein. Das Wissen der Hartlinge empfangen wie eben ein Linksling. So war Dua immer wieder in die Höhlen der Hartlinge eingedrungen. Hatte auch immer wieder Odeen mit Fragen bestürmt. So bekam Dua Einsicht in die Pläne der Hartlinge. Erfuhr, dass ihre eigene Sonne an Kraft verlor. Estwald und Losten hatten einen Planeten mit intakter Sonne lokalisiert . Hatten die Elektronenpumpe erfunden, mittels derer sie Energie vom fremden Planeten absaugen konnten. Die Gier der Menschen leistete ihne dabei Vorschub. Keinen Deut interessierten sich Estwald und Losten um das Schicksal des fremden Planeten. Das Wissen war aber auch ein Köder. Voll Dankbarkeit war nun Dua bereit, ihr Sein der Triade zu opfern. Bevor sie sich jedoch mit Odeen und Tritt das letzte mal vereinte, gelang es ihr Botschaften auf den fremden Planeten zu senden. Würde der Erdling Lamont die Zeichen der Zeit erkennen?

jh

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lunatico
asimovs lunatico aufgeteilt in terra para und luna

jetziger teil: terra


Gemächlich schlenderte Ben zum nächsten Rendezvous mit Selene. Bilder seiner terrestrischen Herkunft brachte die Vergangenheit ins Bewusstsein. Während Ben versuchte, seinen Gang der minderen Anziehungskraft des Mondes anzupassen, blockten Szenen der gescheiterten wissenschaftlichen Laufbahn seinen neu gewonnenen Tatendrang. Um einer Erfindung Vorschub zu leisten, hatte man ihn beiseite gestellt. Ein Wissenschaftler hatte den Erfolg eingeheimst, der mit den der Errungenschaft zugrunde liegenden Berechnungen nichts zu tun hatte. Aus einem Parauniversum waren die mathematischen Erkenntnisse zur Erde gelangt. Der Erfolg, den die Umsetzungen der Pläne aus dem Parauniversum brachte, wurde Hallam zugeschrieben. Hallam, der im Rufe stand, Ehrgeiz vor wissenschaftliche Erkenntnis zu setzen. Hallam, der verhinderte, dass Ben in zwei Punkten das Projekt der Elektronenpumpe bekämpfte. Hallam, der persönliche Ziele vor die Sicherheit der Menschheit setzte, und nicht wahrhaben wollte, dass durch den Verlust an Elektronen das Universum aus dem Gleichgewicht kam. Langsam verlor die Sonne an Energie, an Wärme. In vierhunderttausend Kilometern Entfernung rollte nun Ben mit Hilfe von Selene, der Touristenführerin, die Vergangenheit neu auf. Er würde Hallam den Rest geben. Die Mängel der Erfindung der Elektronenpumpe an die Öffentlichkeit bringen, sie der Menscheit beweisen. Kein geltungssüchtiger Wissenschaftler würde ihn dabei stoppen. Ben war auf dem Mond. Und hier würde er auch bleiben.


Lange bevor Ben auf den Mond immigrierte, einige Zeit nach dem Versuch, die Fehler der Elektronenpumpe freizulegen, nahm ein Wissenschaftler namens Lamont die brachliegende Arbeit Bens wieder auf. Und wie Ben es wollte, war es das Anliegen Lamonts, die zerstörerische Wirkung der Pumpe zu beweisen. Während Ben aber noch vor allem daran gescheitert war, weil er Hallam als denkfaulen Ignoranten gestempelt hatte, kämpfte Lamont gegen eine Entdeckung, die der Gesellschaft Wohlstand und Freiheit garantierte. Niemand wollte eine Energiequelle anzweifeln, die die Erde mit Billigstrom versorgte. Nicht im Zeitalter des ständigen Streits nach sauberer Stromerzeugung. So geriet Lamont ins Visier wissenschaftlicher Kritik und in die Fänge ungehaltenen öffentlichen Unmuts. Lamont aber blieb hartnäckig. Er hatte Hinweise, dass Hallam zu Unrecht der Vater der Elektronenpumpe genannt wurde. Lamont forschte tiefer. Fand, dass Wesen aus einem Parauniversum die Pläne für den Bau geliefert hatten. Und er machte die erschütternde Entdeckung, das der Elektronenaustausch, für den die Pumpe verantwortlich war, die nukleare Wechselwirkung zwischen den Stoffen Wolfram 186 und Plutonium 186 bewirkte. Dies führte zu geringfügigen Veränderungen im Gefüge des Universums. Die Sonne würde sich dabei langsam erhitzen und schliesslich explodieren. Unumstösslich war Lamont davon überzeugt, dass das Wolfram 186, das übrigens aus dem Parauniversum stammte und somit die dortigen Naturgesetze in die Welt mitbrachte, Ursprung der Vernichtung des gesammten bekannten Systems sein würde. Lamont war Physiker. Konnte nicht sagen wie schnell dies geschehen würde. Er hatte das Ausmass der nuklearen Wechselwirkung auf das Sonnensystem studiert, hatte soweit den Durchblick. Hallams Erfolg baute dabei allein darauf, dass er eines schönen morgens in seinem Labor das Wolfram 186 fand, das sich in das Plutonium verwandelte. Hallam war überrascht. Dachte an einen schlechten Scherz seiner Kollegen. Wer hatte es ihm hingestellt? Und was er an denkerischen Fähigkeiten vermissen liess, machte er fortan durch Ehrgeiz wett. Die Sache mit dem veränderten Stoff machte Hallam über nacht zum Star unter den Chemikern. Die Wissenschaft, nachdem sie die Entdeckung als gültig erklärt hatte, war nicht bereit Fehler einzugestehen. Lamont folge Ben in die Vergessenheit.

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Mittwoch, 24. April 2013
die ersten menschen auf dem mond
ein roman von h.g.wells

Der grosse Lunar lauschte staunend dem Bericht des Erdlings. In der riesigen Halle hatte sich das Mondvolk um seinen Herrscher versammelt, um die Ausführungen und Erläuterungen Cavors zu hören. Bläuliches Licht flutete die Halle, warf seinen geheimnisvollen Schein auf insektenartige Wesen. Inmitten dieser Brandung aus fremdartigen Gliedern, Köpfen und Beinen, stand der Wissenschaftler. Erzählte von seiner Reise, erzählte von der Erde und seiner Errungenschaften, erzählte den Seleniten von seiner eigenen Entdeckung, der Erfindung des Cavorit. Ein Raunen ging durch die Mondschar, und eine Frage drängte sich dem grossen Lunar auf. Würden noch mehr Erdlinge erscheinen, und welche Auswirkung würde es haben?


In Lympne, einem einsamen Küstenstreifen in England, begegnete Cavor zum erstenmal Bedford, der als verlumpter Geschäftsmann die Abgeschiedenheit suchte, um ein Theaterstück zu schreiben. So hoffte er das Geld zu verdienen, das ihm als Unternehmer durch die Finger geronnen war. Nicht weit von Bedford hatte sich Cavor, der Wissenschaftler, eingemietet, um als Erfinder erfolgreich zu sein. Cavor hatte die Eigentümlichkeit, immer zur gleichen Zeit bei Bedford vorbeizuspazieren. So begann sich Bedford für den Mann zu interessieren, der beinahe jeden Tag seltsam murmelnd an seinem Haus vorbei schlenderte. Bald entstand daraus eine flüchtige Bekanntschaft, die sich zum regelmässigen Treff entwickelte. Beide zogen Nutzen daraus, sich gegenseitig ihre Probleme zu schildern.

Dabei erzählte der Professor von seiner Theorie des Antigravitationsstoffes. Derart von der Idee des Professors vereinmahmt, liess Bedford alsbald das Schreiben und widmete seine Kraft einer möglichen Vermarktung der kommenden Erfindung. Cavorit sollte es heissen und eine Menge Geld in die Kasse spülen. Ein Stoff, der undurchlässig für Schwerkraft ist. Die theoretische Ausführung war durchdacht, nun ging es an die praktische Anwendung. Durch Zufall stiessen Bedford und Cavor auf die Lösung. Und Cavor machte alsbald den Vorschlag eine Kugel zu bauen, um damit zum Mond zu fliegen. Bedford bezwang sein Gewissen und willigte ein. So flogen sie mit der von Cavor entwickelten Kugel zum Mond.

Ein neuer Mondtag war angebrochen. Keimende Samen verwandelten innert Kürze die Mondoberfläche in einen paradiesischen Frühling. Bedford und Cavor stiegen aus der Kugel. Die etwas dünnere Luft erschwerte das Atmen. Unbeholfen taten sie die ersten paar Sprünge. Schnell lernten sie ihre Bewegungen der geringeren Mondanziehungskraft anzupassen. So hüpften sie von Ort zu Ort. Jäh wich die Entdeckerfreude jedoch der Einsicht, die ihren eigenen unverbrüchlichen Anspruch auf Wahrheit stellte. Die Position der Kugel war vergessen. Sie hatten die Orientierung verloren. Pflanzenwuchs und steinerne Gebilde machten es unmöglich, sich zu orientieren. Der Weg zurück war versperrt!

Aufs Geratewohl suchten sie die Kugel zu entdecken, nützten die Zeit, die der Mondtag noch gewährte. Ein Geräusch aus der Tiefe liess sie zusammenzucken. Ein Klopfen und ein Scharren kündigte Unheil an. Mit einem plötzlichen Ruck tat sich ein Spalt vor ihnen auf. Bedford hätte beinahe den Halt verloren. Vor ihren Augen befand sich nun ein tiefes Loch. In Furcht geraten liefen sie nun in die andere Richtung. Ein Gefühl von Hunger stellte sich ein. Ohne nachzudenken verschlangen sie ein paar Pilze. Als sie aufwachten, befanden sie sich im Innern des Mondes. Bleierne Schwere durchsetzte ihr Denken, eiserne Ketten banden ihre Füsse. Ausgelöscht war die Erinnerung an Mondkühe und ihre Hirten, dem Schrecken vor dem Loch, dem unbändigen Hunger. Gefangen sassen sie im Dunkel, als erneut Geräusche ihre Sinne weckten. Wärter tauchten auf, bedeuteten ihnen aufzustehen und zu folgen. Tiefer und Tiefer ging es ins Mondinnere, bis zu einem gewaltigen Krater. Bedfords Gewissen begann erneut Anklage gegen diese abstruse Reise zu erheben. Diese Suppe hätte er eigentlich nie auslöffeln wollen. Und nun standen sie vor einem Loch, mit nur einer schmalen Planke, die sie überqueren sollten. Cavor mahnte zur Milde während Bedford sich sammelte, zuschlug. Die fremden unmenschlichen Wesen fielen wie weiches durchlässiges Gummi unter seinen Schlägen. Trotz der Warnungen Cavors, dreschte er weiter auf sie ein. Dann wandten sie sich gemeinsam zur Flucht. Zurück an die Mondoberfläche. Cavor hätte eigentlich den Weg der Verständigung gewählt, folgte nun aber dem in Rage geratenen Bedford. Wieder draussen wussten sie immer noch nicht, in welcher Richtung sie denn suchen mussten. Entschieden sich auf getrennten Wegen zu suchen. Merkmale zu hinterlassen, wenn einer von ihnen fündig wurde, um den andern zu benachrichtigen. Bedford wollte schon aufgeben, als er im abnehmenden Licht des zuende gehenden Mondtages ein zaghaftes Blinken entdeckte. Die Kugel schoss es ihm durch den Kopf und machte sich sogleich auf die Suche nach dem Professor. Konnte ihn nicht finden und der Tag schwand. Vor der einsetzenden Kälte musste er in der Kugel sein, wollte er nicht von der Mondnacht in ewiges Eis verwandelt werden. So entschied sich Bedford für den alleinigen Rückflug, überliess den Professor seinem Schicksal.

Vor der Küste Englands fiel die Kugel ins Meer. Bald hatte Bedford sein Leben, das ihm während dem Rückflug länger je unwirklicher erschien, wieder im Griff. Es nützte nichts, versammelter Zuhörerschaft von der Reise zu erzählen. Im Geheimen waren sie aufgebrochen. Bedford verfasste seine Geschichte, veröffentlichte sie in einem Magazin. Ein bischen Mondgold ermöglichte ihm ein angenehmens Leben. Vergessen war Cavor. Eines Tages empfing ein Forscher in einem schweizer Observatorium Botschaften aus dem All. Sie entpuppten sich als die Reden Cavors vor dem grossen Lunar. Der Verbleib des Professors war geklärt. Der Verbleib der Kugel, die Bedford am Strand zurückgelassen hatte ungeklärt. Ein Junge hatte sie bestiegen, die richtigen Knöpfe betätigt und war so der elterlichen Gewalt entschwebt. Die Botschaften Cavors stoppten, als die Rede auf die Eroberungsucht der Menschen fiel. Der grosse Lunar hatte anscheinend das Wesen der Menschen begriffen. Weitere Mitteilungen vom Mond existieren nicht.

jh

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