j.home`s world
 
Dienstag, 12. Mai 2015
die jägerschenke

die jägerschenke von dave duncan interpretiert von joho

Gewitterartige Wolken zogen sich über dem Grimmgebirge zusammen. Eine Gruppe Handelsreisende war auf dem Weg in den warmen Süden. Um sicher über den Pass zu kommen, hatte sich auch Omar, der Geschichtenhändler, den Kaufleuten angeschlossen. In einer Schenke hatte er die Zeche geprellt, den Hund erschlagen, musste fliehen. Die Gruppe Reisender kam gut voran. Der beschwerliche Weg würde sie in die Weinländer des Südens bringen. Es wurde gelacht, fröhlich manche Rede geteilt. Als eine Bande von Räubern die Handelsreisenden überfällt, muss Omar als einziger Überlebender die Reise abbrechen. Das Gewitter hatte das Gebirge bereits mit dickem Nebel belegt. Es blieb dem Geschichtenhändler keine Wahl. Er musste eine Bleibe suchen. Einige Zeit schon hatte Omar sich nun durch die eisige Kälte gekämpft. Endlich sah er ein Licht. Hoffnungsvoll klopfte er an die Tür. Der Schlag wollte ihn treffen, als er bemerkte wo er war. Blut gefror in seinen Adern. Ein bekannter Schankraum trat seinem Blick entgegen. Sein Fuss überschritt die Schwelle zur Jägerschenke.

Nun also, Omar hatte Schutz vor dem Gewitter endlich gefunden. Das Dumme, er war just in jener Schenke gelandet, in dem er den Hund des Wirtes erschlagen. Die Anwesenden Gäste bewahren Omar fürs erste vor Vergeltung. Verlangen aber eine Geschichte. Zu der sie aber gleich auch die Bedingungen stellen. Omar muss die Geschichten der Anwesenden übertreffen bis die Nacht vorbei ist. Schafft er es die Zuhörenden zu begeistern, will Fritz der Wirt auf seine Rache verzichten. Die Anwesenden sind Gwill der Barde, ein Soldat, Marla die Schauspielerin, eine Zofe und eine Dame und ein Rechtspfleger.

Es eröffnet den Erzählwettstreit Gwill der Barde, Sohn des Gwill. Er erzählt die Geschichte vom Land zwischen den Meeren. Den mächtigen Häusernn und ihren Göttern. Ein Reiterheer aus dem Norden übernimmt die Herrschaft, als die Häuser schwächeln. Bei einigen tüchtigen Schlucken Bier beginnt Wahrheit und Dichtung zu verfliessen. Nach fünfzig Jahren Fremdherrschaft beginnt die Frage nach der wahren Herrschaftsfolge.
Die Anwesenden versuchen sich ins rechte Licht zu rücken. Omar gelingt es immer wieder die Geschehnisse mit erstaunlichen Details zu relativieren. Schliesslich nimmt die Erzählerei ein ungewohntes Ende. Fritz der Wirt hat eine spektakuläre Vergangenheit. Als sich ein HausGott zu ihm stellt, machte er sich auf ein neues Leben gefasst. Der Zorn über Omar ist weg, denn er hat die Fäden der verschiedenen Geschichten am richtigen Ende zusammengeführt.

joho

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königstochter aus elfenland

Baron Lord Dunsany`s Königstochter aus Elfenland, interpretiert von joho

Alveric dachte nach. Er konnte die Grenze nicht finden. Ein letzter Rest an Hoffnung schwellte als verborgene Glut. Noch waren seine einst mit ihm aufgebrochenen Gefährten bei ihm. Jahre waren dahingezogen, seit er sich aufgemacht hatte. Monde aufgestiegen und wieder verblasst. Nichts war geblieben von Alveric dem Erlkönig. Er war nun eher der König im Exil. Glücklich war er gewesen in den Gefilden, die wir kennen. In wallenden Gewändern mit seinen liebsten über Auen Wiesen und Weiden gewandelt. Einen Sohn hatte ihm Lirazel geschenkt. Orion war sein Name. Das Leben am Königshof hatte seinen gewohnten Lauf gehabt. Land und Leute erfreuten sich am währenden Königsfrieden. Dann war ihm Lirazel, seine Liebste, entschwunden. Hatte dem Drängen ihrer alten Heimat nachgegeben. Dort sass er nun, unter einem Fetzen von Zelt, auf der Suche, konnte die Grenze die er einst überschritten, nicht mehr finden. Jahr und Tag an einen vergangenen Traum gebunden. Herzenswunden kaum verbunden. Ohne Ahnung, dass seine Liebste durch Zauberkraft entschwunden war. Immer wieder durchwanderte Alveric mit seinen Gefährten die Gefilde die wir kennen, zu finden die Grenze die er einmal passiert hatte. Längst hatte ihn sein Volk vergessen. Die Fahrt drohte im Volksgedächtnis bereits zur legendären Grille des einstigen Erlkönigs zu werden. Wäre da nicht ein Fabelhorn gewesen, dass der 18. Lord Baron of Dunsany in einem königlichen Nachlass endteckt hätte…

Wiedereinmal tagte das Parlament von Erl. Narl der Grobschmied kredenzte Kleeblatthonigmet. Was der Rat vor Jahren beschlossen hatte, als sie geschlossen vor den alten König getreten waren, drückte auf die Stimmung. Ein bischen Zauber, ein bischen Magie, ein bischen Bekanntheit hatten sie sich gewünscht. Dass Erl möge aufsteigen zu prächtiger Grösse. Unter den vielen Orten eine Vorrangstellung haben möge.

So hatten sie den König von Erl überredet, seinen Sohn über die Zwielichtsgrenze zu schicken. Zur Frau sollte er sich holen des Königs von Elfenlands Tochter. Einen mächtigen Zauber herbeiholen aus den Gefilden die sie nicht kannten. So hatte sich also Alveric eines Tages aufgemacht. Ein Schwert, geschmiedet aus siebzehn Donnerkeilen, mit einem mächtigen Runenspruch belegt, an seiner Seite. Fort führte er Lirazel aus dem Land in dem die Zeit stillsteht in die Gefilde die wir kennen.
Eine Zeit des Glücks und des Friedens folgte für die Leute aus Erl. Es schien alles aufzugehen. Lirazel schenkte Alveric einen Sohn, den sie Orion rief. Er wurde ein mächtiger Jäger. Zauber war unter die Menschen von Erl eingekehrt. Schwer jedoch tat sich die Königstochter aus Elfenland mit den Gebräuchen der Menschen. Sehnsucht nach den zeitlosen Hallen des Vaters schwellte in ihrem Herzen. Eine Rune, geschickt um Lirazel heimzuholen, lag ungeöffnet in ihrem Zimmer. Dann siedelten Wesen von jenseits der Grenze nach Erl über. Das Tal wimmelte von merkwürdigen Wesen. Die Bürger von Erl trauten sich nicht mehr vor die Tür. Der Priester von der Stätte des Befreiers sprach einen fürchterlichen Bann. Und dann war Lirazel eines Tages fort.

So sass Alveric unter seinem Fetzen von Zelt. Die Grenze vergeblich suchend, die ein Bann von seinen Blicken fernhielt. Die Bürger von Erl verwünschten den Tag an dem der Rat dies Verhängnis beschlossen. Das Parlament tagte. Becherte Kleeblatthonigmet. Orion der mächtige Jäger war in Abwesenheit seiner Eltern Regent über Erl. Auf der Jagd waren ihm Einhörner begegnet. Sie waren von jenseits der Grenze und als Orion sie jagte, gelangte er auch in das Land des Elfenkönigs und auf sein Geheiss durften die Wesen nun in den Gefilden die wir kennen bleiben.

In einer zeitlosen Halle sass der König von Elfenland, eine Krone aus Eis zierte sein Haupt. Zurück war Lirazel. Sie würde nicht wieder gehen. Und Alveric würde sie nicht wieder entführen. Einen Wunsch jedoch hatte sie an ihren Vater. Er möge die letzte Rune gebrauchen, sein Land den Menschen öffnen. Ob dies aber geschieht, ist nur dem Papyrus von Lord Dunsany zu entnehmen. Denn diese Interpretation endet hier...

joho

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Freitag, 10. April 2015
zwergensaga bd 2

zwergensaga bd 2, zwergenzorn interpretiert von blugunkel

Die Völker Mithgars hatten eine lange Spanne des Friedens erlebt. Tausend Jahre hatte man nichts vom Gezücht gehört, war das Land vom Schatten befreit. In Pellar hatte der Hochkönig geherrscht, hatte allen Völkern Sicherheit und freies Leben gewährt. Missgunst und Rivalität waren selten in jenen Tagen. Handel und Verkehr hatte geblüht, Wohlfahrt war ein gern gesehener Gast. Seit einiger Zeit aber ging nun ein Gerücht von einem Schatten um. Leute denen man traute, erzählten von Überfällen auf die Handelsroute nahe dem Grimmwall. Ein unheilvoller Name begleitete die düsteren Vorahnungen. Von Gnar hörte man sprechen, von Überresten des Gezüchts das man ausgerottet glaubte, das sich in einer alten Zwergenfeste sammelte. Der Hochkönig sammelte bereits ein Heer, als eine Gesandtschaft die Halle des Herrschers betrat. Zwei Zwerge und ein Mensch ersuchten den König, die Angelegenheit in ihre Hände zu legen. Es war an einem angenehm warmen Mittsommertag, als sich die Gesandtschaft wieder auf den Weg machte. Antworten mussten gefunden werden. Antworten über den Verbleib des Gezüchts nach dem Winterkrieg, Antworten zu den Hallen von Kraggen Cor, der alten Zwergenfeste.

Der Geist todbrecher Dureks sollte angeblich wieder erstanden sein. Ein Zwergenfürst war an die Macht gelangt, der das Volk an jenen längst vergangenen Helden erinnerte. Es war Zeit, die verlorene Festung Kraggen Cor wieder zu besetzen. Angeblich sollte sich dort der Rest des Gezüchts wieder formiert haben. Die Gesandtschaft, vom König beauftragt, brauchte Gewissheit. Sie machten sich auf zu den Waldsenken der sieben Täler. Dort lebten die Historiker der Wurrlinge, die an einem Ort mit dem Namen Tuks Bau das Buch des Raben verwalteten. Im Buch des Raben hoffte die Gesandtschaft Aufschluss über den Verbleib des Gezüchts nach dem Winterkrieg zu erhalten. Ausserdem wollten die Zwerge wissen, was mit Kraggen Cor in all den langen Jahren passiert war. So passierte an einem milden Mittsommertag ein Planwagen die Spindeldornhecke zu den sieben Tälern. Schnell hatte sich die Botschaft von der Ankunft der seltsam grossen Fremdlinge verbreitet. Es waren Fürst Kian von Riammon und die beiden Zwerge Borin und Anwal.

In Tuk`s Bau, auch Wurzel genannt, wohnte der Historiker Perregrin Schönberg. Er besass eine Kopie des Buches des Raben. Als die Reisenden angekommen waren, baten sie sogleich um Einsicht in das Buch. Denn nicht lange wollten sie verweilen. Denn schon vor einiger Zeit hatte sich das Heer Todbrecher Dureks aufgemacht. Jenseits des Crestanpasses war ein Zeitpunkt bestimmt, an dem sich Fürst Kian und die zwei Zwerge mit Durek treffen wollten. Die historischen Texte erzählten von Brega und den Grubengängern. Vor tausend Jahren während des Winterkrieges gelangten die Flüchtlinge nach Kraggen Cor. Zu ihnen gehörte auch Tuk, von dem dann Perry die Wurzel, Tuks Bau, geerbt hatte. Der Weg durch die Zwergenfeste wurde von Brega aufgezeichnet und gab ihnen wohl den Namen Grubengänger. Es waren diese Informationen, die die Zwerge mit Hoffnung erfüllten. Sie würden ihnen einen Vorteil verschaffen, sollte das Gezücht so zahlreich die Feste halten. Zeit zum Auswendiglernen blieb jedoch nicht. Die Gesandtschaft machte sich wieder auf den Weg, verliess die Gegend der sieben Täler. Ein Heer wartete, eine Feste galt es zurückzugewinnen.

Da keine Zeit blieb, die Notizen zu Kraggen Cor zu studieren, machten sich zwei Wurrlinge gleich mit auf den Weg. Perry und sein Freund Zwirn Spangengrat hatten sich entschlossen, den Menschen und die Zwerge zu begleiten. Hatten die Bewohner jenseits der Spindeldornhecke schon bei der Ankunft gestaunt, löste der Anblick zweier Wurrlinge, die in Begleitung der fremden Riesen in ein Abenteuer stürzten, nicht wenig Belustigung aus. Das waren seltsame Zeiten, da ein kleiner Bewohner Mithgars in einem grossen Krieg gebraucht wurde. Der Wagen der Gesandtschaft holperte also wieder gen Osten, einem fernen Ziel entgegen. Es war Spätsommer, ein Pass lag zwischen ihnen und dem befreundeten Heer. Viel hatte Perry von heldenhaften Taten gelesen. Nun würde er direkter Augenzeuge für einen nächsten Bericht sein. Ohne grössere Zwischenfälle, wenn man denn die drolligen Schwertübungen der Wurrlinge aussen vor lässt, gelangten sie durchs wilde Mithgar und über den Crestanpass zum vereinbarten Treffpunkt jenseits des Grimmwalls. Das Heer Todbrecher Dureks zählte viertausend ein hundert Zwergenkrieger, fünfhundert Versorgungswagen und vierzig Kundschafter zu Pferde. Ein valoniesischer Prinz hatte den Befehl. Nun endlich wurden Pläne zur Zurückeroberung der alten Feste gemacht. Kraggen Cor hatte zwei Portale, die Dämmertür im Westen und das Morgentor im Osten. Der Zwergenherr entschied, das Heer aufzuteilen. Eine kleine Abteilung von Zwergen, zu der auch Perry und der Mensch Kian gehörte, sollte zum Osttor gehen, während die Hauptstreitmacht über den Pass zurück und zum Westtor ging. Mit ihnen war Zwirn Spangengrat, der ebenfalls mit Kraggen Cor bewanderte Freund Perrys. Der ernst des Unternehmens wurde den zwei Wurrlingen nun so richtig bewusst. Denn jetzt ging es erst einmal zur Tat, und es wurde nicht mehr nur geübt, erzählt, geplant und in alten Geschichten geschwelgt. Sie waren mittendrin in einer grossen Geschichte, Perrys Trupp ging gleich los. Auf dem Weg zum Osttor wurden sie von einem Trupp Lhökas überrascht, der von einem andern Trupp gejagt wurde. Es entbrannte ein zäher Kampf. Die Freunde um Perry zählten erste Verluste. Zwei Türbaumeister der Zwerge liessen ihr Leben.

Das Heer Dureks geriet auf dem Crestanpass in einen Schneesturm. Es war allein Baru dem Passwächter zu verdanken, dass die Streitmacht über den Rellweg unterhalb des Grimmhorns noch rechtzeitig zum Westtor gelangte. Unter einer mächtigen Felswand, eingeschlossen durch die Ausläufer der Berge und einen See, lag das Tor. Ein gewaltiger Haufen Schutt, die Legende schrieb ihn dem Kaltdrachen Skail zu, versperrte den Weg. Bald würde der Weg frei sein und bald würden die Zwerge Kraggen Cor betreten. Sie machten sich in Abteilungen an die Arbeit. Dann bewegte ein leiser Wellengang die Oberfläche des Sees. Ein Kracke brach aus der Tiefe des Sees hervor, brachte Tod und Verderben über die Zwerge. Äxte und Schwerter standen gegen die riesigen Tentakel des Helarmers. Das Tor war noch verschüttet, die Arbeiten unterbrochen. Die einzige Möglichkeit den Schrecken zu besiegen bestand darin, den Damm zu brechen, der den See staute. Die Fluten würden das Biest besiegen. Sogleich machten sich die Steinbaumeister der Zwerge ans Werk. Als der Damm brach, spülte es das Ungetüm fort. Derweil war der Tag, an dem sich das Heer mit dem Stosstrupp von der andern Seite vereinen sollte näher gerückt. Die Arbeiten wurden wieder aufgenommen. Noch war das Tor nicht genommen, noch war keine Gewissheit über Kraggen Cor da, und noch war nicht sicher, ob der Stosstrupp auf der andern Seite überhaupt noch am Leben war. Die Reise geht weiter in Dennis L.McKiernans Zwergenmacht

joho

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Donnerstag, 26. März 2015
hyperion gesänge, anfang und geschichten

die geschichten der hyperionreisenden, interpretiert von joho(eine space opera sage von meister dan simmons)

Prelude oder der Einstieg in die Hyperion Gesänge

Der ehemalige Konsul klimperte ein altes Lied. Die Komposition war ein Überbleibsel Kultur, die ihn an die nicht mehr existierende Erde erinnerte. In die Tasten zu greifen half ihm von seinem Alkoholproblem weg zu kommen. Denn er wollte eigentlich nur vergessen. Vergessen, dass er einmal ein Konsul der Hegemonie auf dem Planeten Hyperion gewesen war. Nun sass er in seiner Vikken EMV, trieb seine Stimmung in die Tasten des Steinway. Mitten in diese emotionale Talfahrt war der Anfruf der Regierungswelt Tau Ceti Center gefallen. Am Apparat war Meina Gladstone gewesen. Unmissverständlich war ihm mitgeteilt worden, dass er gebraucht wurde. Mit sechs andern Pilgern sei er erwählt eine Gesandtschaft nach Hyperion zu bilden. Die Ousters seien auf dem Vormarsch. Ein lange gehütetes Geheimnis sei in Gefahr. Dies müsse mit allen Mitteln verhindert werden. Die Gesandtschaft hätte unverzüglich aufzubrechen. So blieb dem ehemaligen Hegemoniekonsul nicht anderes übrig. Erneut machte er sich auf jene Welt zu betreten, die er nicht gerade in freundlicher Gesinnung verlassen hatte.

Auf Iggdrasil/ die Geschichten

Die Pilger erwachten aus der krionischen Fuge. Der lange Flug nach Hyperion neigte sich dem Ende zu. Captain Het Masteen begrüsste die Pilger auf der Iggdrasil, dem Baumschiff der Tempelritter. Über den Reisenden war schon der Planet Hyperion zu sehen. Bald würden sie als Gemeinschaft den Boden dieser geheimnisvollen Welt betreten. Sie waren von der Kirche des Shrike für diese Mission bestimmt. Keiner von ihnen wusste aber wirklich, warum er auf diese Mission berufen worden war. Der Befehl aus Tau Ceti Center hatte gelautet, die Zeitgräber und das Shrike vor den Ousters zu sichern. Sie waren sieben sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, und irgendwie musste also jeder schon etwas über dieses Phänomen wissen. Sie alle hatten schon eine Begegnung mit dem Shrike gehabt. Sie alle hatten etwas zu erzählen. Dieses Wissen musste gebündelt werden. Details über das Wesen des Shrike gesammelt und wie ein Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Dies würde vielleicht ihr einzig wirklicher Vorteil vor den Ousters sein. Sie hatten noch reichlich Zeit. Lose wurden gezogen. Immer nach dem Essen erzählte nun einer nach dem andern seine Geschichte. Pater Lenar Hoyt von der katholischen Enklave Pacem machte den Anfang.

die Geschichten von: Pater Hoyt/ Fehdmann Kassad/ Martin Silenius/ Sol Weintraub/ Het Masteen/Brawne Lamia
(link zu den andern geschichten auf jhome.ch)

pater hoyts geschichte, beginnt mit den erlebnissen von paul dure

Genaugenommen war es letztendlich die Umarmung des unberechenbaren Idols, die Paul Dure das Leben kostete. Pater Paul Dure war im Exil gelandet. Er hatte das Exil gewählt, weil ihn sonst die heilige Inquisition von der Enklave Pacem gefegt hätte. Der katholische Priester war dort an Ausgrabungen beteiligt gewesen, die beträchtliche Kunstgegenstände ans Tageslicht gebracht hatten. Dann hatte die katholische Priesterschaft Details gefälscht. Es sollte bekannt werden, dass 3000 Jahre vor dem Wegzug des letzten Menschen von dem alten Planeten Erde, eine christliche Kultur auf Armaghast existiert hätte. Aber eben existiert hätte. Die Kirche manipulierte die gefundenen Kostbarkeiten. Daraus erhoffte sich der Klerus eine Vorrangstellung im galaktischen Miteinander. Die als Glaubensrichtung unter vielen bestehende Kirche, hätte einen wissenschaftlichen Beweis, das der herkömmliche Katholizismus tiefgreifende Wurzeln hat. Dies hatte Paul Dure angeprangert und wählte darauf hin die Verbannung auf Hyperion um dem sicheren Tod zu entgehen. Warum aber der kämpferische Pater diese abgelegene Welt als Ziel der Verbannung gewählt hatte, bleibt ungesagt.

Am Ziel der Reise, nach einem beschwerlichen Weg auf Hyperion, traf der Priester auf die Bikura. Und Paul Dure trug nun ein Zeichen auf der Brust. Dessentwegen hatte er den dümmlichen Stamm mit Fragen gelöchert. Zu nahe hatte er sich an die Geheimnisse der unterentwickelten Menschen herangetastet. Er war ihnen an den Rand der grossen Kluft neben dem Dorf gefolgt. Die Bikura hatten es ihm streng verboten. In den Felsen gehauen befand sich dort ein heiliger Ort. Dort bezogen sie ihr sich ständig erneuerndes Leben. Sie nannten sich die fünf Dutzend und zehn, und jeder trug das angesprochene Zeichen auf der Brust, das -Kruziform- Zeichen. Starb einer von ihnen, trugen sie ihn in die Gruft. Aus dem Kruziform enstand dann neues Leben. Die Bikura waren auf diese Weise dazu verdammt eine Gemeinschaft des Shrike zu sein. Ihr Leben erneuerte sich in der Nähe des unnatürlichen Phänomens. Der Preis dafür war eine gewisse Dümmlichkeit. Denn sie waren eine abgeschlossen lebende Gesellschaft.

Pater Paul Dure war auf beschwerlichem Weg in das von ihm gewählte Exil gelangt. Hatte auf dem Weg durch den Feuerwald seinen Führer verloren. Die Bikura hatten ihn dort aufgegriffen. Er blieb bei ihnen, das geheimnisvolle Zeichen hatte seine Neugier geweckt. Hätte er gewusst, dass es gleichzeitig sein Lebensende bedeutete, er hätte sich nicht so weit vorgewagt. So aber ging er dem Geheimnis der fünf Dutzend und zehn auf den Grund. Wie jeden Nachmittag gingen die Bikura zum Beerensammeln in den Wald. Paul Dure nutzte die Gelegenheit, suchte die Gruft auf. Er begegnete in der tiefe des Felsens dem Shrike. Es musste wohl irgendwie der Ausgangspunkt des Kultes der Bikura sein. Das Shrike umarmte den Pater. Das Zeichen, das Kruziform brannte sich so auf seinen Leib. Vergeblich suchte der Pater dieses unheimliche Zeichen wieder loszuwerden. Versuchte sogar durch den Wald zu fliehen. Schmerzen trieben ihn zurück. Es sorgte dafür, dass der Pater blieb. Bald aber entdeckte der katholische Priester, dass das Kruziform die Eigentümlichkeit besass, ihm von aussen zugefügte Schmerzen zu bekämpfen. Ging er weg vom Dorf des Stammes, meldete sich das Zeichen mit Schmerzen. Fügte er sich Schmerzen zu, war das Zeichen wie ein Schild, ein Schmerzmittel.
Paul Dure fasste einen Plan. Er suchte das nötigste für die Reise zusammen, machte sich auf den Weg zurück. Und die Schmerzen kamen, suchten ihn zur Umkehr zu zwingen. Er unterdrückte den Impuls umzukehren. Im Feuerwald suchte er sich einen Teslabaum. Er hatte noch einige Ableiterstäbe, die er auf dem Herweg durch den Feuerwald benützt hatte. Sie hatten dazu gedient, die Blitze abzuleitenl. Mit den verbliebenen Stäben nagelte er sich an den Teslabaum, hing nun dort wie Jesus am Kreuz. Das Kruziform tat seine Arbeit, kämpfte stellvertretend gegen den Schmerzen. Acht Jahre hing so Pater Paul Dure am Teslabaum.

So fand ihn Pater Hoyt, der auf die Suche nach dem verlorenen Bruder gegangen war. Sterbend und doch lebend. Ein ungeheuerliches Kreuz auf der Brust. Dann fand er das Tagebuch, rekonstruierte die Geschichte von Pater Paul Dure. Wegen der Unglaublichkeit änderte Pater Hoyt das Ende der Geschichte. Sie fand jedoch kein Glauben bei dem Konsul. Pater Hoyt selber hatte irgendwie starke Schmerzen, konnte kaum reden, brauchte Ultramorphium. Ein fremdes Symbol zierte seine Brust. Eine erste Geschichte war angehört. Ein erstes Charakteristikum des Shrike herausgefiltert. Der Kontakt mit dem Ungetüm musste vermieden werden.

joho

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Mittwoch, 25. März 2015
natty bumppos, genannt lederstrumpf, abenteuer

entnommen dem sammelband lederstrumpf von james f. cooper, erste geschichte der wildtöter von blugunkel interpretiert

Dies sind die Abenteuer des weissen Kriegers Lederstrumpf, nach dem geschichtlichen Vorbild Daniel Boones. Bei den Indianern aufgewachsen, erhielt Lederstrumpf nach seinen Charakterzügen folgende Namen: Geradzunge, Taube, Schlappohr, Wildtöter und Falkenauge und eben Lederstrumpf. Bestimmt hatte aber in der Aufzählung noch einiges gefehlt, denn der Vorzüge dieses edlen Kriegers waren nicht wenige. Sein wirklicher Name aber war, Nathanael "Natty" Bumppo. Nun wenden wir uns jedoch von den Landen der Menschen mit gespaltener Zunge ab, hin zu den ernst- und wahrhaften Erlebnissen des genannten Abenteurers. Die Geschichte nimmt einen Anfang mit der Begegnung seines späteren festen Freundes Chingachgook...

Sie hatten den Glimmersee als Treffpunkt vereinbart. Chingachgook war noch nicht da und Wildtöter, der in Begleitung eines Weissen namens Hurry Marchs war, hatte Zeit, um sich auszuruhen. Mitten im Glimmersee hatte es ein Kastell, das Tom Hutter gehörte. Es war ein schwimmendes Zuhause, das Tom vor den Übergriffen der Indianer schützen sollte. Im Hause Hutters wurde bald gemütlich am Feuer erzählt und berichtet. Wenn dann der Wiedersehensfreude Genüge getan war, würden sie sich auf die Suche nach Wah-ta-wah machen, der Freundin Chingachgooks. Sie war kürzlich von einem feindlichen Indianerstamm verschleppt worden. Nicht weit vom Glimmersee hatten die Irokesen, die man auch Huronen nannte ihr Lager aufgeschlagen. Als dann auf einem Streifzug um den See Hutter und March von den Indsmen ergriffen wurden, ersann Geradzunge, der immer noch auf seinen Freund wartete, einen Plan. Es galt Hutter und March und Wah-ta-wah zu befreien.

Wildtöter war nun im Rufe ein aufrichtiger Mensch zu sein. Chingachgook und die Delawaren hatten ihn nicht ohne Grund Geradzunge genannt. Schlappohr wurde er auch genannt, weil er gerade so gut Wild aufspürte wie ein Hund. Weil er auch so flink war, hatten die roten Brüder begonnen, Natty auch Taube zu nennen. Schliesslich war er auch Falkenauge, der sah, was andere nicht sahen. Noch nie aber hatte Natty Bumppo auf einen Menschen geschossen. Er hatte aber Hutter seinen Beistand zugesagt. Bald würde er also in die Lage kommen, auf Menschen schiessen zu müssen. Im Kampf, in Notwehr oder als ehrlicher Sieger, das war er seinem Ruf schuldig. Wildtöter setzte also sein Kanu ans Ufer, überwand seine Bedenken. Als ein Schuss ertönte, hatte sich Wildtöter ins Kanu geworfen, hatte sich flach hingelegt. Dann war er verwegen ans Ufer gesprungen, nach den Irokesen zu spüren, hatte sich aber anstatt zu suchen aufrecht hingestellt, und in den Wald gerufen. Ein Irokese folgte der Aufforderung, trat hinter einem Baum hervor. Wildtöter wollte verhandeln, während die Waffen schwiegen. Auf dem Rückzug schoss der Irokese erneut. Die Gutmütigkeit hätte den sonst erfahrenen Wildtöter beihnahe das Leben gekostet. So änderte der Menschenfreund sein Verhalten, er tat was er sonst nie tat. Natty Bumppo, genannt Falkenauge schoss und traf. Nun musste sich aber Schlappohr sputen, denn schon sprangen feindliche Huronen um ihn herum. Unterdessen war sein Freund Chingachgook gerade noch rechtzeit eingetroffen um den Weg zum Kastell zu schaffen. Eine neue Rettungsaktion musste ersonnen werden. Wildtöter aber hatte seine ersten Ehrfahrungen gemacht. Inzwischen ging auch der Versuch der Tochter Hutters fehl, die Streitigkeiten ohne Blutvergiessen beizulegen. Ohne Absprache war sie ins Lager der Huronen aufgebrochen. Sie glaubte an die einfache Liebe Gottes zu allen Menschen. Für diese Worte hatten die wilden Roten jedoch kein Gehör. Hatten die Wilden für die Aufforderung an die Liebe Gottes zu Glauben und danach zu handeln noch ein müdes Lächeln übrig, würden sie aber schon bald durch ihre eigentliche Geistergläubigkeit bestraft werden. Chingachgook und sein Freund der Wildtöter fanden auf dem Kastell Schachfiguren. Die göttergläubigen Indios gaben die Leben Hutters und Marchs für diesen vermeintlich kostbaren Besitz.

Die zwei Weissen waren frei. Es blieben die feinlichen Absichten und noch war nicht geklärt, wo Wah-ta wah geblieben war. Die Tochter Hutters, die diesen mutigen Schritt getan hatte, hatte Wah-ta-wah endteckt. Sie war Gefangene der Huronen. Ein neuer Plan musste her. Chingachgooks Freundin befreit, und Hutter beschützt werden. Die Vernichtung des Kastells war nämlich der Hauptgrund für die Anwesenheit der Huronen. Dem wollten nun die zwei Freunde entgegenwirken. Sie schlichen sich in das Lager der feindlichen Indianer und befreiten ihre Gefährtin. Chingachkook brachte sie aufs Kastell, Wildtöter wurde beim Fluchtversuch gefasst. Mit Feuer und Verderben überzogen die Irokesen das Kastell, Hutter verlor dabei sein Leben. Mit den zur Hilfe geholten Blauröcken, wurde die Irokesen aber schlussendlich vertrieben. Wildtöter gelang im Nachhinein die Flucht. Seinem Freund war geholfen, er hatte seine Geliebte wieder. Das Kastell war verloren, die Töchter Hutters, denn es waren zwei an der Zahl, gingen zurück in den Osten. So endet der erste Teil von Lederstrumpfs Abenteuern.

joho

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